Do hoan uns die Polen nausgetriebm.

Vertreibung, Ankunft und Neuanfang im Kreis Zittau 1945-1950.

Der 22. Juni 1945 hat sich tief in das Gedächtnis der Bewohner des östlich der Neiße gelegenen „Zittauer Zipfels“ eingebrannt. In den Vormittagsstunden jenes Sommertages wurden sie völlig überraschend durch polnisches Militär zum sofortigen Verlassen ihrer Häuser gezwungen und über die Neiße getrieben. Nur wenige durften zunächst noch bleiben. Die „geordnete Vertreibung“ war 1949 weitgehend abgeschlossen. Die früheren deutschen Bewohner mussten zwischen 1945 und 1950 eine vollständige Polonisierung ihrer Heimat erleben, in der jede Erinnerung an die deutsche Vergangenheit getilgt wurde. Später, in der DDR durften die verbliebenen Sachsen nicht über ihr Schicksal sprechen, und auch in Westdeutschland ging ihr Schicksal unter. Die Vertreibung auch von Sachsen ist bis heute weitgehend unbekannt.

Die Autoren haben betroffene Zeitzeugen nach ihren Erlebnissen befragt, Erinnerungsberichte studiert und in Archiven die amtlichen Dokumente ausgewertet. Der Band befasst sich nicht lediglich mit der deutschen Bevölkerung, sondern er untersucht erstmals unter vergleichender Perspektive auch die polnische Neubesiedlung des Zittauer Zipfels. Durch zahlreiche Einschübe von Originalzitaten gelingt es den Autoren, ein authentisches und höchst lebendiges Bild von der Nachkriegsgesellschaft zwischen 1945 und 1950 beiderseits der Neiße zu zeichnen. Entstanden ist eine tiefgründige Studie zu den Ereignissen der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg, aber auch zu Ankunft und Neuanfang im Gebiet links und rechts der Lausitzer Neiße.

Lars-Arne Dannenberg, Matthias Donath

Via regia Verlag Königsbrück 2020, mit Abbildungen und Karten

ISBN: 978-3-944104-35-5.

Preis: 19.90 EUR
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